Die Kontierung

Die Kontierung erfüllt in der Buchhaltung den Zweck der Entscheidung, auf welche Konten ein bestimmter Geschäftsvorgang gebucht werden soll. Durch sie wird also festgelegt, welchem Konto die entsprechenden Belege (Rechnungen, Quittungen) zugeordnet werden. Der Vorgang ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, denn nur so werden die entstandenen Kosten hinterher auch auf die richtigen Kostenstellen und Kostenträger verteilt. Was Du bei der Kontierung beachten musst und welche Vorbedingungen erfüllt sein müssen, verrät dir der folgende Beitrag.

 

Die manuelle Vorkontierung

​Die meisten Unternehmen führen die Vorkontierung mittels eines Stempels oder eines EDV-Aufklebers auf dem Buchungsbeleg durch. Abhängig vom Unternehmen enthält dieser Stempel oder Aufkleber individuell gestaltete Eintragungsfelder, in die Du folgende Angaben setzen kannst:

 

  • Datum
  • Konto mit zugehöriger Nummer
  • Beträge
  • Weitere Informationen

 

Die Angaben aus dieser Vorkontierung ergeben schließlich den Buchungssatz, welcher der Buchhaltung deutlich macht, welches Konto bei der jeweiligen Buchung zu adressieren ist.

 

Kontierung und Buchungssatz

Durch die Kontierung wird der nachfolgenden Buchung ein Buchungssatz zugewiesen, der exakt festlegt, welche Konten mit einem finanziellen Zu- oder Abgang angesprochen werden. Je nachdem, wie die individuellen Anforderungen eines Unternehmens sind, finden sich auf dem Kontierungsstempel oder dem Aufkleber zusätzliche Felder, in welche die Kostenstelle oder der Kostenträger eingetragen werden können. Durch diese Einträge werden die Gemein- und Einzelkosten bereits im Zuge der Vorkontierung unkompliziert auf die entsprechenden Kostenträger und -stellen verteilt.

 

Praktische Alternative zu Stempel und Aufkleber: Der Kontierungsdrucker

​Alternativ zu den genannten Kontierungsstempeln und -aufklebern, wird in einigen Unternehmen auch ein Kontierungsdrucker für die Erfassung der Belege eingesetzt. Auf diese Weise kann direkt in das Buchhaltungssystem der Firma kontiert werden. Im Anschluss an die Kontierung wird ein Etikett mit den entsprechenden Daten gedruckt und auf den erfassten Beleg geklebt. Die Nutzung eines solchen Druckers bietet folgende Vorteile:

 

  • Zeitersparnis, da manuelle Vorkontierung wegfällt
  • Fehlervermeidung, da automatisch vollständig kontiert wird
  • Flexibilität, da die Datenerfassung individuell angepasst werden kann

Durch die direkt in der Buchhaltungssoftware durchgeführte Belegerfassung entfällt die doppelte Bearbeitung der Belege, die sonst einmal bei der manuellen Kontierung sowie im Zuge der Eingabe der Buchungsdaten und weiterer Informationen nötig wäre. Durch die effektive Verbindung von Kontierung und Buchung kann in der Buchhaltung Zeit wie auch Aufwand eingespart werden.

 

Die Grundlage der Kontierung: Der Kontenplan

Um die Kontierung korrekt durchführen zu können, ist ein entsprechender Kontenplan von entscheidender Bedeutung. Dabei handelt es sich um ein vollständiges Verzeichnis aller in der Buchhaltung eines Unternehmens verwendeten Konten. Dieser im allgemeinen individuelle Kontenplan basiert auf dem standardisierten Industriekontenrahmen (IKR) oder dem von der DATEV eingeführten Standardkontenrahmen (SKR). Für die Mehrzahl an Unternehmen enthalten beide Formate jedoch viele Konten, die schlichtweg nicht benötigt werden. Daher besteht die Möglichkeit, diese Standard-Kontenrahmen durch ein Aussortieren der ungenutzten Konten an die spezifischen Anforderungen des Unternehmens anzupassen.

 

 

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass man bezüglich der Buchhaltung an den einmal ausgewählten Kontenrahmen gebunden ist.

 

 

Kontierung und Kostenanalyse

Die ordnungsgemäße Durchführung der Kontierung ist nicht nur die Basis einer einwandfreien Buchführung, sie ist obendrein auch eine der wesentlichen Voraussetzungen für das unternehmensinterne Controlling einer Firma. Durch sie wird sichergestellt, dass die Datenbasis, welche für die Kostenrechnung benutzt wird, auch Aussagekraft besitzt. Diesbezüglich ist beispielsweise eine lückenlose und fehlerfreie Zuordnung aller Einzel- und Gemeinkosten von entscheidender Bedeutung, wenn man eine exakte Analyse der Fertigungskosten vornehmen möchte.

 

Während das Kontieren regelmäßiger Geschäftsvorfälle in der Regel kaum Probleme aufwirft, bereiten die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen manchmal durchaus Schwierigkeiten. Um an dieser Stelle potentielle Fehler weitestgehend zu vermeiden, entschließen sich viele Unternehmen bzw. Buchhalter dazu, einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu Rate zu ziehen.

 

Zuverlässig selbst kontieren – Mit dem Finanzmanagement-Tool von FastBill

Mit dem praktischen Steuerberaterreport von FastBill hast Du die komfortable und übersichtliche Möglichkeit, Deine Einnahmen und Ausgaben direkt durch Deinen Steuerberater kontieren und verbuchen zu lassen. Dieser kann hierbei zu jeder Einnahme oder auch Ausgabe einen entsprechenden Buchungsvermerk verfassen. Der Eintrag ist anschließend im Export des Reports enthalten und kann so problemlos importiert werden – beispielsweise in DATEV. So erleichterst Du Dir nicht nur das Kontieren erheblich, Du vermeidest auch Fehler und sparst letzten Endes Zeit und Nerven.

 

Neben der Kontierung hilft Dir unser Finanzmanagement-Tool auch beim Erstellen von Angeboten, Rechnungen, etwaigen Mahnungen und bietet Dir die Möglichkeit, Belege direkt einzuscannen und in Deiner persönlichen Cloud sicher und immer zugänglich aufzubewahren. Das ist die moderne, unkomplizierte Form der Buchführung.

 

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Hendrik Kehres

Hendrik ist ein wahrer Experte im Bereich Online Marketing & SEO. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige und all die, die noch in der Planungsphase stecken.

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