Freie Arbeitszeiten und volle Entscheidungsfreiheit – Selbständigkeit, na klar! Doch nicht jeder, der selbständig ist, kann auch tatsächlich über alles alleine bestimmen. Oftmals schließt du dich mit anderen Personen zusammen, um die Aufgaben zu teilen und gemeinsam mehr Kapital aufzubringen. Ist dir sogar das schon zu viel Abhängigkeit? Dann gründe ein Einzelunternehmen und lass dir von keinem mehr etwas sagen. FastBill zeigt dir, was du dafür wissen musst.

Selbständig sein: So machst du’s richtig

Möchtest du alleine in die Selbständigkeit starten? Von geringen Gründungskosten profitieren und dein eigener Chef sein? Dann gründe ein Einzelunternehmen und verwirkliche deine Ideen! Ob als Freiberufler, Gewerbetreibender oder Land- und Forstwirt, du allein hast die Verantwortung und kannst über alle Abläufe entscheiden. Doch diese Freiheiten bringen auch Folgen mit sich:

Als Einzelunternehmer haftest du mit deinem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen für alle Schulden. Diese unbegrenzte Haftung bezieht sich ebenso auf finanzielles Guthaben wie auch auf deinen Sachbesitz und Wertgegenstände.

Zwar besteht dadurch ein erhöhtes Risiko für dich – dafür hast du bei Banken und sonstigen Fremdkapitalgebern einen großen Vorteil. Durch die unbeschränkte Haftung beim Einzelunternehmen steigt deine Kreditwürdigkeit und du erhältst leichter Fremdkapital. Gegen mögliche Schadensfälle gibt es eine Reihe von Versicherungen, mit denen du dein privates Vermögen schützen kannst.

Wie gründet man ein Einzelunternehmen?

Um ein Einzelunternehmen zu gründen, musst du nicht viele Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich bedarf es dafür nur einer natürlichen Person, die ihren Sitz in Deutschland hat. Im Verlauf der Existenzgründung müssen folgende Aspekte beachtet werden:

  • Startkapital

Für dein Kapital bei der Einzelunternehmen-Gründung gibt es keine bestimmten Vorschriften und Mindestanforderungen. Du solltest lediglich darauf achten, genug Geld zu besitzen, um alle anfallenden Kosten für den Aufbau des Unternehmens decken zu können.

  • Mitbeteiligte

Du darfst keine Mitverantwortlichen und stille Teilhaber besitzen, die in irgendeiner Weise an den Prozessen beteiligt sind. Selbst weitere Geldgeber darfst du nicht besitzen, sodass das Kapital stets nur aus deiner Hand stammen muss.

  • Geschäftsleitung

Als Einzelunternehmer wirst du als Inhaber bezeichnet und solltest den Namen „Geschäftsführer“ vermeiden, da es eine offizielle Benennung bei Kapitalgesellschaften ist.

Viele weitere Fragen hängen von deinem Status ab: Buchführungspflicht und Bezeichnung der Firma beispielsweise richten sich danach, ob du dich als Kaufmann ins Handelsregister eintragen lässt. Doch was hat es damit auf sich?

Kaufmann oder kein Kaufmann, das ist hier die Frage

Bei der Gründung musst du dich entscheiden, ob du dein Unternehmen kaufmännisch aufbauen willst. Dabei musst du dich ungefähr ab einem Jahresumsatz von 250.000 Euro im Handelsregister eintragen lassen und erhältst den Zusatz e.K., also eingetragener Kaufmann beziehungsweise Kauffrau. Du bist dadurch im Regelfall zur doppelten Buchführung und Bilanzierung verpflichtet.

Du kannst aber auch auf die Eintragung ins Handelsregister verzichten und ein Einzelunternehmen gründen, ohne Kaufmann zu sein.

Dem Kleingewerbetreibenden steht die Eintragung offen. Sofern du eine geringe Unternehmensgröße besitzt, musst du deine Gewinne lediglich über eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ermitteln. Als Kleingewerbetreibender meldest du dich beim Gewerbeamt an und füllst einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus.

Als Freiberufler kannst du dir auch diese Aufgabe sparen und musst dich lediglich beim Finanzamt anmelden. Dies solltest du spätestens vier Wochen nach Beginn deiner einzelunternehmerischen Tätigkeit erledigen.

Unterschied zur Ein-Personen-Kapitalgesellschaft

Das Einzelunternehmen ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, in eigener Regie das Unternehmen zu führen. Auch eine GmbH, AG oder UG lässt sich durch eine einzelne Person gründen: Diese Rechtsformen zeichnen sich jedoch durch eine beschränkte Haftung aus. Das bedeutet, du musst für Schulden nur mit dem betrieblichen Vermögen aufkommen, sodass dein Privatvermögen unberührt bleibt.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Einzelunternehmen?

Als Einzelunternehmer musst du unbeschränkt für alle Schulden haften und tätigst somit alle Geschäfte auf eigenes Risiko. Auch ist es für ein Einzelunternehmen schwieriger, Eigenkapital aufzubringen: An Fremdkapital von Banken gelangst du zwar verhältnismäßig leicht, eigenes Kapital kannst du aber nicht einfach von beteiligten Unternehmern bekommen. Das Einzelunternehmen als Rechtsform bringt jedoch einige entscheidende Vorteile mit sich:

  • Volle eigene Entscheidungsfreiheit
  • Kein Mindestkapital erforderlich
  • Kostengünstige Gründung
  • Gewinn kann nach eigenem Ermessen geteilt werden

Hinzu kommen spezifische Vorteile, die sich aus der Eintragung ins Handelsregister oder dem Verzicht darauf resultieren. So hast du als Kleingewerbetreibender etwa einen geringeren Aufwand in der Buchführung und als Einzelunternehmer mit Gewerbe besondere Steuervorteile. Dank des praktischen Finanzmanagement-Tools von FastBill kannst du zudem all deine Dokumente verwalten und Buchungen tätigen, um ganz alleine den kompletten Überblick über dein Einzelunternehmen zu haben.

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Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

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