Der Skonto bezeichnet einen Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag, wenn der Leistungsempfänger, in der Regel ein Kunde, den Geldbetrag bereits innerhalb einer bestimmten Frist begleicht. Die Vergünstigung um einige Prozent soll den Kunden dazu animieren, möglichst schnell die Rechnung zu bezahlen – sodass der Unternehmer vom baldigen Geldeingang profitieren kann.

Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?

Das Wort „Skonto“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Abzug“ oder „Rabatt“. Die beiden Begriffe sollten im deutschen Sprachgebrauch aber keinesfalls gleichgesetzt werden. Rabatt und Skonto sind beides freiwillige Vergünstigungen, die du deinen Kunden gewähren kannst. Zwischen den beiden besteht ein bedeutender Unterschied:

  • Der Rabatt wird schon bei Vertragsabschluss vom Nettobetrag, dem Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer, abgezogen
  • Der Skonto wird erst nachträglich gewährt und daher vom Bruttobetrag, dem Rechnungsbetrag mit Umsatzsteuer, abgezogen 

Der Prozentsatz eines Skontoabzugs, der Skontosatz, liegt im Ermessen des Unternehmers, beträgt aber in der Regel zwischen 2 und 5 %. Außerdem ist der Preisnachlass an eine Bedingung geknüpft: das schnellere Zahlungsziel. Dieses ist kürzer als im allgemeinen Kaufrecht festgelegt. Lässt sich der Kunde darauf ein, wird er mit der Vergünstigung belohnt.

Die Skontofrist

Anders als der Rabatt ist ein Skonto an eine konkrete Zahlungsbedingung geknüpft: Die Skontofrist, innerhalb derer ein Kunde die Rechnung begleichen muss, wenn er in den Genuss des Preisnachlasses kommen will. Oft beträgt diese Skontofrist nur wenige Tage. Ebenso wie die Höhe des Skontosatzes liegt die Länge der gewährten Skontofrist im Ermessen des Rechnungsstellers. Bei der Festlegung solltest du als Unternehmer deine Preiskalkulation und Liquiditätsplanung vorab durchgerechnet haben.

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Skontoabzug – So funktioniert es

Als Rechnungssteller gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn du einen Preisnachlass gewähren willst. Folgende Punkte solltest du daher in deiner Rechnung zusätzlich zu den gesetzlichen Pflichtangaben vermerken:

  • Angabe des fälligen Bruttobetrags
  • Angabe der Höhe des Skontos in Prozent sowie des entsprechenden Geldbetrags
  • Festlegung der Skontofrist 

Ein Skontoabzug ist eine Vergünstigung, die beiden Seiten nützt, sowohl dem Rechnungssteller als auch dem Rechnungsempfänger. Kunden erhalten hierbei einen Discount, während Unternehmer von einer raschen Zahlung profitieren und kostspielige Mahnverfahren oder gar Zahlungsausfälle vermeiden können.

Wer darf Skonto gewähren?

Üblicherweise werden Skonti vor allem im B2B-Geschäft gewährt. Privatkunden begegnen diesen Preisnachlässen eher selten, zum Beispiel in Form von Rabatten bei Barzahlungen in Autohäusern oder bei Handwerksrechnungen, die einen Nachlass auf Materialkosten geben.

Gibt es ein Recht auf den Skontoabzug?

Kein Kunde hat ein Recht auf Skontoangebote. Sie werden freiwillig gewährt, Zahlungsziel und Vergünstigungssatz werden vom Rechnungssteller kundenspezifisch und nach eigenem Gutdünken festgelegt. Die Abzüge werden vertraglich geregelt, meistens ist allerdings nur ein entsprechender Hinweis auf der Rechnung zu sehen.

Wann ist Skonto nützlich?

Die Summe macht den Unterschied. So können auch 2 oder 3 % Preisnachlass eine schöne Summe ergeben, vor allem, wenn sich über das ganze Jahr verteilt solche Abzüge ergeben. Sowohl für den Rechnungssteller als auch für den Rechnungsempfänger lohnt es sich, die Entscheidung für oder gegen Skonto bei jeder Rechnung aufs Neue abzuwägen.

  • Grundsätzlich sind Rabatte nützlich, weil sie neue Handlungsspielräume eröffnen. In manchen Branchen gehört es sogar zum guten Ton, Skonti zu berechnen. In anderen wiederum sind solche Preisnachlässe die absolute Ausnahme. Wer sich vorher über die Gepflogenheiten informiert, weiß, wann ein Skonto angebracht ist.
  • Wer als Unternehmer oder Händler seine Preise richtig kalkuliert, tut sich später leichter, Skonto zu gewähren. Schließlich soll der Preisnachlass die verlangte Geldsumme nicht unter deine Schmerzgrenze drücken.
  • Als Rechnungsempfänger oder Kunde lohnt es sich, den Skonto zu nutzen, wenn du liquide bist: Mit der Vergünstigung sparst du bares Geld.
  • Der Preisnachlass ist auch ein beliebtes Mittel, um über die Rechnung dauerhafte und wohlwollende Kundenbeziehungen aufzubauen: Wer Vergünstigungen gewährt, mit dem macht man gerne Geschäfte. 

Mit FastBill helfen wir dir, professionelle Rechnungen zu schreiben. Dazu gehört natürlich auch, bei Bedarf Skonti zu berechnen. Dank unserer Tools ist das in Sekundenschnelle erledigt und du kannst von allen daraus resultierenden Vorteilen profitieren. Dazu gehört nicht nur ein zufriedener Kunde, der sich über die Vergünstigung freut. Sondern auch, dass deine geforderte Summe in nur wenigen Tagen bereits auf dem Konto liegt und du liquide bist – ganz, ohne Mahnungen schreiben zu müssen.

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Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

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