Die Steuernummer dient dem Finanzamt dazu, dich eindeutig deiner eingereichten Steuererklärung zuzuordnen und dich in den unzähligen Vorgängen der Verwaltung zu identifizieren. Daher bekommt jeder Steuerpflichtige von der zuständigen Stelle seine Steuernummer zugeteilt. Diese muss bei allen Verwaltungsvorgängen angegeben werden, um Fehler wie Doppelungen und Verwechslungen zu vermeiden.

Welche Arten von Steuernummern gibt es?

Inzwischen gibt es drei Arten von Steuernummern, die sich voneinander unterscheiden und unterschiedlich angewendet werden. Die Nummern sind wichtige Orientierungshilfen der Finanzämter, deren Aufgabe es ist, Steuern zu verwalten, festzusetzen und einzuholen. Hier findest du einen kleinen Überblick über die aktuell gebräuchlichen Arten:

  

Steuer-ID

Steuernummer

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer   

Aufbau

11 Ziffern

13 Ziffern

Präfix aus zwei Großbuchstaben (Ländercodes) plus bis zu 12 Ziffern   

Verwendung

Wird in von Deutschland nach der Geburt bei Anmeldung als neuerBundesbürger von den örtlichen Kommunalverwaltungen vergeben

Wird jedemSteuerpflichtigen durch lokale Finanzämter zugeteilt

Wird auf Antrag kostenlos anUnternehmen im umsatzsteuerlichen Sinne vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilt   

Gültigkeit

Ist eine einmalig vergebene Nummer, die lebenslang bestehen bleibt

Ändert sich mit einem Umzug, wenn sich das für einen Steuerpflichtigen zuständige Finanzamt ändert

Gültig innerhalb der EU    

Demnächst ist außerdem die Einführung einer sogenannten Wirtschafts-Identifikationsnummer geplant, welche dann nur für juristische Personen, wie zum Beispiel Vereine und Organisationen, gelten soll. Das hätte im Anschluss zur Folge, dass die jetzige Steuernummer nur noch für steuerpflichtige natürliche Personen Gültigkeit hat.

Die Steuer-Identifikationsnummer

Im Jahr 2007 wurde in Deutschland eine bundeseinheitliche, dauerhafte Identifikationsnummer für Bürger eingeführt, die in Deutschland gemeldet sind. Die Steuer-ID oder Steuer-IdNr. ist persönlich und ändert sich ein Leben lang nicht – auch nicht bei einem Wechsel des zuständigen Finanzamtes. Die unter der Nummer abgespeicherten Daten umfassen den Namen, das Geburtsdatum, den Geburtsort und die Adresse des aktuell verantwortlichen Finanzamtes. Diese Informationen werden erst gelöscht, wenn sie von den Finanzbehörden nicht mehr genutzt werden, spätestens aber 20 Jahre nach dem Tod des Bürgers.

Die Einführung der Steuer-ID sollte nach und nach die herkömmliche Steuernummer ersetzen. Ziel ist es, Bürokratieaufwand zu senken und das Besteuerungsverfahren zu vereinfachen.

Tipp: Welche der Steuernummern du auf deiner Rechnung keinesfalls verwenden solltest, erfährst du im FastBill Finanz-Lexikon in unserem Beitrag Steuernummer auf Rechnung.

Die Steuernummer

Die Steuernummer, kurz St.-Nr., ist eine Ordinalzahl, die vom Finanzamt an steuerpflichtige natürliche oder juristische Personen vergeben wird. Dabei gibt es verschiedene Nummern für viele Steuerarten. Ihr Aufbau wurde aber mit der Einführung des ELSTER-Verfahrens, mit dem Steuererklärungen elektronisch abgegeben werden können, im Jahr 2013 vereinheitlicht. Weil es sich bei der St-Nr. um die Kennziffer einer Person beim örtlich zuständigen Finanzamt handelt, muss die Nummer bei einem Umzug eventuell angepasst werden.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Mit der sogenannten USt-ID wird jedes umsatzsteuerpflichtige Unternehmen innerhalb der Europäischen Union (EU) gekennzeichnet. Bei Geschäften zwischen EU-Ländern ist damit eine eindeutige Zuordnung möglich. Die Nummer wird zusätzlich zur Steuernummer oder zur persönlichen Steuer-ID beantragt.

Wenn ein Unternehmer nur innerhalb der deutschen Grenzen handelt, reicht die Angabe der Steuernummer auf seinen Rechnungen. Wenn du aber geschäftliche Beziehungen mit Unternehmen anderer EU-Länder unterhältst, benötigst du außerdem die USt-ID. Hierzu kannst du einfach einen kostenlosen Antrag beim Bundeszentralamt für Steuern stellen. Wenn du eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer hast, ersetzt diese auf deinen Rechnungen die Steuernummer.

Die Regelung gilt auch für Kleinunternehmer: Geschäfte mit Unternehmen im EU-Ausland benötigen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer!

Um doppelte Besteuerungen zu vermeiden, gibt es das Reverse-Charge-Verfahren: Dieses tritt aber nur in Kraft, wenn beide Unternehmen umsatzsteuerlich registriert sind. In diesem Fall ist immer das leistende Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit, während der Leistungsempfänger dafür bei seinem Finanzamt aufkommen muss.

Wann braucht man die Steuernummer?

Steuernummern dienen der eindeutigen Zuordnung. Daher musst du die 13 Ziffern immer dann angeben können, wenn das Finanzamt für bestimmte Vorgänge und Aktivitäten den Zusammenhang herstellen soll. Das ist zum Beispiel in folgenden Fällen nötig:

  • Steuererklärung
  • Rechnungen
  • Anfragen, Reklamationen, sonstige Verwaltungsvorgänge – egal, ob schriftlich oder telefonisch 

Deine Steuernummer findest du auf jedem Einkommenssteuerbescheid oder deiner vom Arbeitgeber ausgestellten Lohnsteuerbescheinigung. Solltest du sie nicht finden, kannst du sie bei deinem zuständigen Finanzamt erfahren. Wer bei den Behörden direkt seine Ziffernabfolge nennen kann, spart Zeit: Der Beamte muss dann nicht mühsam nach Name und Adresse die betreffenden Akten suchen. Außerdem sind Verwechslungen damit so gut wie ausgeschlossen.

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Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

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