Wie viel hat mein Unternehmen in diesem Jahr erwirtschaftet? Wo kommt mein Kapital her und wie habe ich es investiert? Unzählige Fragen, die im Berufsalltag eines Selbstständigen tagtäglich auftauchen und von großer Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg sind. Die Antworten finden sich in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung, auch GuV abgekürzt. Doch worin liegt der Unterschied? FastBill sorgt für Aufklärung!

Die täglichen Pflichten eines Unternehmers

So schön die Freiheiten eines Selbstständigen auch sind: Im Unterschied zu Arbeitnehmern musst du dich je nach Größe und Art deines Unternehmens selbst um deine Buchhaltung kümmern. Abfuhr von Steuern, Jahresabschluss, Bilanzierungspflicht – Begriffe, die miteinander zusammenhängen und regelmäßig für Verwirrung sorgen.

Vor allem die Gewinn- und Verlustrechnung steht immer wieder im Mittelpunkt. Sie ist ein Teil der Bilanz und bildet den Erfolg deines Unternehmens ab; in gewissen Aspekten gibt es aber auch einen Unterschied zwischen beiden Messgrößen. Aber zunächst die Grundlagen:

Bilanzen: Grundlage der doppelten BuchfĂĽhrung

Zu einem bestimmten Stichtag müssen Unternehmer eine Rechnung erstellen, in der ihr Vermögen auf der Aktiva-Seite und ihr Kapital in der Passiva abgebildet ist – wobei sich diese wiederum in Eigenkapital und Fremdkapital unterteilen lässt.

Durch diese Trennung in zwei Seiten wird Herkunft und Verwendung des Vermögens ersichtlich, indem Zu- und Abflüsse genau dokumentiert werden. Die genaue Struktur ist in § 266 HGB festgelegt und gliedert die einzelnen Konten auf.

Die Bilanz stellt die aktuelle Vermögenslage detailliert dar und dient der Information, Dokumentation sowie Gewinnermittlung.

Personen- und Kapitalgesellschaften sind zur Bilanzierung verpflichtet, ebenso Einzelkaufleute mit einem jährlichen Umsatz über 600.000 Euro oder einem Gewinn über 60.000 Euro. Einzelkaufleute, deren Umsätze unter dieser Summe liegen, sowie alle Freiberufler müssen im Unterschied dazu lediglich eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen.

GuV: Erfolg des Unternehmens

Die GuV ist Bestandteil der Bilanz und zeigt eine Gegenüberstellung der Erträge und Aufwendungen. Hat dein Unternehmen mehr Erträge als Aufwendungen, hast du Gewinn gemacht – ansonsten handelt es sich um einen Verlust.

Das GuV-Konto findet sich auf der Passivseite der Bilanz und ist ein Unterkonto des Eigenkapitals – somit also ein wichtiger Bestandteil für die Unternehmensplanung.

Es wird daher auch oft als Sammel- oder Hilfskonto bezeichnet, da Aufwände und Erträge zunächst dort zusammengefasst werden. Sie bilden das gesamte Wirtschaftsjahr ab, sodass es sich um eine Zeitraumrechnung handelt. Die GuV zeigt im Unterschied zur Bilanz deutlichere Aussagen über die Aktivitäten im Unternehmen, sodass mit ihrer Hilfe leichter Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden können.

Worin liegt nun der Unterschied?

Mindestens ein Mal im Jahr sind Unternehmen dazu verpflichtet, ihre Erträge und Ausgaben gegenüberzustellen – sei es die Einnahmen-Überschussrechnung bei kleinen Unternehmen oder ein umfangreicher Jahresabschluss. Er bildet den Abschluss der Buchhaltung, wobei Bilanz sowie GuV wichtige Hauptbestandteile darstellen. Beide bieten Transparenz über die finanzielle Lage, es gibt jedoch auch den ein oder anderen Unterschied:

  • Inhalt

Eine Bilanz gliedert sich in Vermögen und Kapital und weist somit alle Bestände des Unternehmens auf. Eine GuV zeigt im Unterschied dazu die Erfolge durch Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag.

  • Aussage / Ergebnis

Die Bilanz zeigt die finanzielle Sicherheit und Beständigkeit eines Unternehmens mit Hilfe verschiedener Kennzahlen, wie etwa der Eigenkapitalquote. Die GuV stellt bisherige Kosten und Umsätze dar, sowie eingenommene Gewinne.

  • Perspektive

Wie der Begriff „Bilanzstichtag“ verrät, handelt es sich dabei um eine Momentaufnahme zu einem einzelnen Zeitpunkt, in dem alle finanziellen Mittel dargestellt werden. Der Unterschied hier: bei der GuV wird das Unternehmen ĂĽber einen gewissen Zeitraum analysiert, zum Beispiel ein Jahr oder Quartal.

Die Jahresüberschüsse müssen bei GuV sowie bei der Bilanz am Ende jedoch übereinstimmen. Beides sind wichtige Messgrößen im Rechnungswesen – sowohl für dich und deine weitere Planung, als auch für beteiligte Dritte. Trotz eines Unterschieds in der Aufstellung geben sie beide Auskunft über Rentabilität und Erfolg und sind somit unerlässlich für eine ordnungsgemäße Buchführung. Einen kompletten Buchhaltungs-Guide für nicht Experten findest du hier.

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Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

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