Gutschrift oder doch lieber Rechnungskorrektur?

Es passiert immer wieder: Rechnungen werden mit Lücken oder Fehlern ausgestellt und müssen nachträglich korrigiert werden. Doch wie korrigiert man Rechnungen auf korrekte Art und Weise? Darüber gibt es im Geschäftsalltag viele Unklarheiten. FastBill erklärt dir, welche Formvorschriften bei einer Rechnungskorrektur beachtet werden müssen. Dabei gehen wir auch auf die geänderten Regelungen zur Gutschrift und Stornorechnung ein.

Die Rechnungskorrektur

Wer bei der Ausstellung einer Rechnung Fehler gemacht hat, kann diese nachträglich korrigieren. Wurde die ursprüngliche Rechnung allerdings bereits in der Buchführung erfasst, muss deine Rechnungskorrektur eine eigene Rechnungsnummer enthalten. Ist das nicht der Fall, kannst du einfach die korrigierte Rechnung unter der alten Rechnungsnummer erneut schicken. Generell sind bei der Rechnungskorrektur folgende Punkte zu beachten:

  • Laut UStG gelten für die Stornorechnung dieselben Pflichtangaben wie für Rechnungen.
  • Die Rechnungskorrektur muss sich eindeutig auf die Ausgangsrechnung beziehen – mit Angabe der ursprünglichen Rechnungsnummer sowie Datum der alten Rechnung. 

Fehlt eine dieser Pflichtangaben, kann kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Scheue dich daher nicht, auf Fehler aufmerksam zu machen und eine Korrekturrechnung einzufordern.

Korrekturen können nur vom Leistungserbringer durchgeführt werden, damit das Finanzamt diese anerkennt. Eine Korrektur durch den Kunden ist in keinem Fall zulässig.

Die Gutschrift – Mehr als nur ein Preisnachlass

Die Gutschrift ist ein gebräuchlicher Begriff. Im Alltag verwendet man ihn für Preisnachlässe bei Sachmängeln oder wenn Ware in einem Geschäft nur gegen Gutschrift des Betrags zurückgegeben werden kann. Für das Umsatzsteuerrecht sind Gutschriften allerdings Dokumente, die ausweisen, dass die Abrechnungslast nicht bei dem leistungserbringenden Unternehmen, sondern beim Leistungsempfänger, dem Kunden, liegt. Somit erhält der Leistungserbringer – quasi nach einer umgekehrten Rechnung – einen Betrag vom Leistungsempfänger.

Es muss also zwischen folgenden Arten unterschieden werden:

  • Die kaufmännische Gutschrift: Minus-Betrag
  • Die umsatzsteuerliche Gutschrift: Plus-Betrag 

Streng genommen ist die kaufmännische Gutschrift keine Gutschrift, sondern eine Rechnungskorrektur im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie neutralisiert eine fehlerhafte Rechnung, wenn zum Beispiel ein Kunde Ware zurückgibt oder nur einen Teil einer Lieferung behalten möchte.

Hat sich bei der Rechnungsstellung ein gravierender Fehler eingeschlichen und es steht eine Korrektur an, wird buchhalterisch korrekt ein zweites Dokument benötigt. Lange Zeit war dessen Bezeichnung nur „Gutschrift“. Damit konnte die Originalrechnung einfach in der Bilanz quasi neutralisiert werden. Seit 2013 gibt es für diesen Vorgang laut Empfehlung nur noch die Bezeichnung Rechnungskorrektur.

Das Amtshilferichtlinien-Umsetzungsgesetz

Das Gesetz mit dem komplizierten Namen fügte dem Umsatzsteuergesetz im Jahr 2013 eine neue Pflichtangabe hinzu: Die Angabe Gutschrift sollte verbindlich werden – aber eben nur bei Gutschriften im Sinne des Umsatzsteuerrechts. In der Folge ergibt sich daraus die Empfehlung, eine Rechnungskorrektur nicht mehr als Gutschrift zu betiteln, sondern eben als Rechnungskorrektur, Stornorechnung oder Korrekturrechnung.

Andernfalls könnte der Vorsteuerabzug in Gefahr geraten, wenn aus dem Rest des Dokuments nicht unmittelbar klar wird, dass es sich eigentlich um eine Rechnungskorrektur handelt. Hier können Verwirrungen durch die korrekte Betitelung einfach von Vorneherein vermieden werden.

Ziel des Gesetzes ist, den Unterschied zwischen den beiden Gutschriftenarten schärfer herauszustellen.

Storno oder Gutschrift – Rechnungskorrektur vereinfachen

Mit dem innovativen Finanzmanagement Tool FastBill werden dir zukünftig keine formalen Fehler mehr bei Rechnungen passieren. Dank der automatisierten Erstellung von Rechnungen bleiben keine Pflichtangaben vergessen. Aber auch etwaige Korrekturen eines Rechnungsbetrages fallen damit überaus leicht: Mit wenigen Klicks kannst du eine passende und präzise zugeordnete Stornorechnung erstellen und eine neue, korrekte Rechnung verschicken. Somit stehst du mit deiner Rechnungskorrektur ohne Wenn und Aber auf der richtigen Seite.

War dieser Artikel hilfreich für dich?

Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

Leave a Reply