So viele lange Nummern! Nur, wann verwende ich welche? Je nach Art und Größe deines Unternehmens hast du theoretisch drei Nummern zur Auswahl, die unterschiedliche Zwecke erfüllen: Die Steuernummer, die Steuer-Identifikationsnummer sowie die Umsatzeuer-Identifikationsnummer. Wir erklären dir, welche das sind und wie du sie ordnungsgemäß verwenden kannst – für mehr Durchsicht im Nummern-Dschungel.

Diese Nummern gibt es

Die Namen der verschiedenen Zahlenreihen klingen ähnlich, haben aber ganz verschiedene Aufgaben und Bedeutungen für das Finanzamt. Hier erfährst du, welche:

  • Steuer-Identifikationsnummer

Die Identifikationsnummer, auch Steuer-ID oder IDNr genannt, wird seit 2007 jedem Bundesbürger in Deutschland mit seiner Geburt vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilt. Sie besteht aus 11 Ziffern und bleibt unverändert, auch bei Umzügen oder einer Heirat – ein Leben lang. Diese Identifikationsnummer ist sehr persönlich und gehört niemals in die geschäftliche Korrespondenz.

Die Steuernummer hat 13 Ziffern und wird in der Regel mit der ersten Steuererklärung vergeben. Sie ordnet alle steuerpflichtigen natürlichen oder juristischen Personen einem bestimmten Finanzamt zu. Weil die Steuernummer Informationen über das zuständige Finanzamt enthält, kann sie sich bei einem Umzug ändern. Kleinunternehmer, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind, nutzen diese Steuernummer auf ihren Rechnungen.

Die Umsatzsteuer-ID ist die Nummer, die in ganz Europa eindeutig einem Unternehmen zugewiesen wird. Sie wird gewerblich beziehungsweise geschäftlich gebraucht. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss die Umsatzsteuer-ID auf seinen Rechnungen bekannt geben. Jeder Gründer kann sie kostenfrei beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern. 

Mit deiner Steuernummer kann das Finanzamt deine Einkommensteuererklärung eindeutig zuordnen. Die Steuer-ID wurde eingeführt, um das Besteuerungsverfahren zu modernisieren. Langfristig soll die Identifikationsnummer die herkömmliche Steuernummer, die bislang auf eine Rechnung gehört, ersetzen.

Wo finde ich welche Nummer?

Die persönliche Steuer-Identifikationsnummer findest du in der Regel auf deiner Lohnsteuerkarte oder deinem letzten Einkommensteuerbescheid. Dort ist normalerweise auch die Steuernummer zu finden. Wer seine Nummern nicht ausfindig machen kann, sollte das Bundeszentralamt für Steuern kontaktieren. Anhand einiger persönlicher Daten kann dieses deine Nummer recherchieren. Dafür musst du dem zuständigen Fachreferat folgende Angaben machen:

  • Name
  • Vorname
  • Adresse
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort 

Wer noch nie eine Steuererklärung gemacht hat, kann die erste, zum Beispiel über das Elster-Portal, einfach ohne Nummer einreichen. Das Finanzamt bearbeitet die Steuererklärung und schickt dann zusammen mit dem Steuerbescheid die zugehörige Nummer zu.

Aus Datenschutzgründen werden Steuernummer oder Identifikationsnummer nur per Brief mitgeteilt.

Welche Daten sind unter der Steuer-ID gespeichert?

Alle ID-Nummern werden vom Bundeszentralamt für Steuern verwaltet. Darunter werden nicht nur deine Namen, dein Geburtsdatum, der Geburtsort, dein Geschlecht, deine Anschrift und eventuell dein akademischer Titel gespeichert, sondern auch die zuständigen Finanzbehörden, Übermittlungssperren und einmal dein Sterbetag. Erst spätestens 20 Jahre nach dem Todesjahr werden diese Daten gelöscht.

Nur die Finanzbehörden dürfen diese Daten erheben und verwenden. Rentenversicherung und Krankenkassen sind beispielsweise verpflichtet, Daten zu steuerlichen Zwecken an die Finanzverwaltung zu senden. Dafür erfahren sie aber nur deine Identifikationsnummer, nicht die Informationen, die dahinterstehen.

Warum gibt es immer noch die Steuernummer?

Es ist noch ungewiss, wann die Identifikationsnummer die Steuernummer ablösen wird. Die Umstellung dauert offenbar an. In der Zwischenzeit existieren beide nebeneinander und sollten auch, um sicher zu gehen, beim Schriftverkehr mit dem zuständigen Finanzamt korrekt angewendet werden. Auf Rechnungen sind nach wie vor die herkömmliche Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer entscheidend.

Clever Rechnungen schreiben mit FastBill

Mit dem praktischen Finanzmanagement Tool von FastBill verwechselst du nie wieder eine der drei Nummern. Einmal eingespeichert, musst du dir keine Gedanken mehr darum machen. Das Tool setzt die richtige Nummer automatisch an der zugehörigen Stelle ein. So kannst du sekundenschnell und ordnungsgemäß Rechnungen erstellen, die dem Finanzamt auf jeden Fall Freude machen.

Das liegt auch daran, dass du mit der App einfach und überall Belege einscannen und zuordnen kannst. Dank Cloud-basierter Technologie kannst du jederzeit darauf zugreifen, wenn du eine Internetverbindung zur Verfügung hast.

FastBill denkt auch an deine Steuererklärung: mit nur einem Klick hast du einen Monatsbericht erstellt, um ihn direkt an deinen Steuerberater zu schicken. Egal, wie lange es noch so viele Nummern gibt – du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren. Auf Wunsch kannst du den kompletten Prozess mit dem Steuerberater auch automatisieren.

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Christian

Christian ist Mitgründer und Marketing Experte bei FastBill. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung, Gründung und Unternehmenswachstum für Selbständige.

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